Zuverlässiger Rückruf

Jun 22, 2026

Trail, Wald, Bergweg, offenes Feld: Die schönsten Momente mit deinem Hund passieren ohne Leine. Aber Freilauf gibt es nur gegen eine Gegenleistung, nämlich einen Rückruf, der wirklich sitzt. Wenn dein Hund auf das erste Signal kehrtmacht, egal ob da ein Reh, ein anderer Hund oder ein verlockender Geruch lockt, dann gehört euch die ganze Natur. Hier liest du, wie du genau dahin kommst.

Worum es beim Rückruf wirklich geht

Dein Hund sollte sich aus jeder Situation abrufen oder zurückpfeifen lassen. Das ist kein Trick, den er an einem Nachmittag lernt, sondern ein längerer Prozess. Erst wenn der Rückruf automatisiert ist, also sehr oft wiederholt und schrittweise erschwert wurde, funktioniert er auch dann zuverlässig, wenn es darauf ankommt. [1]

Zwei Faktoren entscheiden über Erfolg oder Misserfolg. Der erste ist die Entfernung, also wie weit dein Hund weg ist. Der zweite ist die Ablenkung, also alles, was gerade spannender ist als du. Der ganze Trainingsaufbau dreht sich darum, diese beiden Faktoren in kleinen Schritten zu steigern, immer nur so schwer, dass dein Hund es noch schafft.

Die Pfeife ist dein Signal, das immer durchdringt

Für den Rückruf eignet sich eine Pfeife am besten. Sie ist weit hörbar, dringt über Wind und andere Geräusche hinweg und wirkt wie ein Weckruf, selbst wenn dein Hund gerade tief in einer Spur steckt. Etabliere ein festes Signal, zum Beispiel zwei Pfiffe.

Zusätzlich lohnt sich ein kurzes Hörzeichen, das einen hellen i-Laut enthält, zum Beispiel "Hier". Ein solcher heller Laut trägt weit und ist für deinen Hund leicht herauszuhören. Ein Tipp aus der Praxis: Du kannst diesen hellen Laut sogar in den Rufnamen einbauen. Ein Hund namens Apollo zum Beispiel kam als gedehntes "Apoliito" deutlich besser zurück. Den ganz normalen Namen nutzt du dagegen eher, um Kontakt aufzunehmen. Auf den Rückrufton reagiert dein Hund dann mit einem klaren "Ich komme sofort". [1]

Belohnung, die sich wirklich lohnt

Ein Rückruf ist nur so stark wie das, was am Ende auf deinen Hund wartet. Passe die Belohnung deinem Hund an. Einen verfressenen Hund motivierst du mit besonders gutem Futter, einen verspielten mit einem Spielzeug oder einer Beute, und wer beides mag, liebt die Abwechslung. Dazu gehört immer dein Lobwort und echte, authentische Freude. Gerade aktive, selbstbewusste Hunde arbeiten für eine Begeisterung, die sie dir abspüren. [1]

Je schwieriger die Übung, desto besser die Belohnung. Für die harten Stufen lohnen sich Superbelohnungen wie eine ganze Bratwurst, frisches Fleisch, Käse, Leberwurst oder die Soft Chews von Supplepets, die dein Hund als Leckerli liebt und die ihm nebenbei etwas Gutes für Gelenke oder Verdauung tun. Der Wechsel zwischen verschiedenen Leckerbissen wirkt dabei oft motivierender als immer dasselbe. Ein guter Trick: Lass deinen Hund sein Futter im Training verdienen. Wenn er richtig hungrig mitarbeitet, statt satt aus dem Napf zu kommen, lernt er spürbar schneller.

Der wichtigste Grundsatz: ruf ihn auch ohne Grund

Hier machen die meisten den entscheidenden Fehler. Wenn du deinen Hund nur zurückrufst, um die Leine dranzumachen und den Spass zu beenden, lernt er schnell, dass Rückruf das Ende der Freiheit bedeutet. Und dann hört er irgendwann nicht mehr.

Die Lösung ist einfach: Ruf deinen Hund immer wieder ohne Grund zu dir, belohne ihn und schick ihn wieder los. Lein ihn auch mal grundlos an und wieder ab. So bleibt der Rückruf für ihn etwas Positives statt das Ende des Abenteuers. Bau das ganz nebenbei in eure Spaziergänge ein, indem du ihn aus dem Schnüffeln abrufst, aus dem Spiel oder von einem spannenden Geräusch.

Zwei weitere Grundregeln sind Gold wert. Erstens: Belohne nur den direkten Weg. Kommt dein Hund erst noch beim anderen Hund vorbei oder schnüffelt unterwegs, gibt es keine Belohnung. Nur die saubere, direkte Rückkehr auf das erste Signal zählt. Zweitens: Ruf nicht, wenn du weisst, dass er nicht kommt. Sonst lernt er die fatale Verknüpfung, dass er vorne bleiben kann, so lange er will, weil du ja ohnehin wartest. [1]

Schritt für Schritt schwerer: So baust du es auf

Der Rückruf wächst über mehrere Stufen, die du nacheinander festigst: zuerst ohne Ablenkung, dann mit dem Futterbeutel, zwischen anderen Hunden, mit gezielten Ablenkungen, vom vollen Futternapf und schliesslich weg von einem geworfenen Ball. Ein eiserner Grundsatz gilt dabei immer: Zerr deinen Hund niemals zu dir, er soll stets freiwillig kommen. [1]

Jede dieser Stufen hat ihre eigenen Feinheiten, und genau dort entscheidet sich, ob der Rückruf am Ende wirklich sitzt. Wie du sie im richtigen Tempo aufbaust, sauber steigerst und typische Fehler vermeidest, lernst du am schnellsten mit fachkundiger Begleitung. Genau dafür sind die Kurse von dogmambo da (mehr dazu weiter unten).

Das Wichtigste in Kürze

Trainiere in kleinen Schritten und steigere Entfernung und Ablenkung getrennt. Nutze die Pfeife und ein kurzes Hörzeichen mit hellem i-Laut, zum Beispiel "Hier", belohne grosszügig und mit echter Freude. Ruf deinen Hund oft ohne Grund, belohne nur die direkte Rückkehr auf das erste Signal und zieh ihn nie heran. So wird der Freilauf zu eurem sichersten Vergnügen.

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Ein zuverlässiger Rückruf ist Trainingssache, und genau das ist die Spezialität von dogmambo, dem Hundetraining von Guido Picenoni (BVET anerkannt) in Samedan. Sein Fachgebiet ist die Lenkbarkeit des Hundes auf grosse Entfernung. In den Kursen für Apportieren und Lenkbarkeit, im Privatunterricht oder in einem Intensivtraining (zwei Tage oder eine ganze Woche) baust du einen Rückruf auf, der auch im grössten Trubel sitzt.

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Gut unterstützt: Supplementierung für aktive Hunde

Ein zuverlässiger Rückruf und ein gesunder, beweglicher Hund gehören zusammen. Wer viel trainiert und draussen unterwegs ist, fordert Gelenke, Muskeln und Verdauung, gerade bei Sporthunden, grossen Rassen und allen, die jede Tour mitlaufen. Genau hier zahlt sich kluge Supplementierung aus, nicht als Wundermittel, sondern als ehrliche tägliche Grundlage.

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Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Bei ausgeprägten Verhaltensproblemen wende dich an eine qualifizierte Hundetrainerin oder einen qualifizierten Hundetrainer, bei gesundheitlichen Beschwerden an deine Tierärztin oder deinen Tierarzt. Unsere Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und kein Ersatz für ein Alleinfuttermittel oder Medikamente.


Quellen

[1] Guido Picenoni (2016): Mambo. 2., überarbeitete Auflage, swiboo.ch. ISBN 9783906112244, Kapitel "Rückruf".